Starker Wind
Es wandelt sich...
Verwelkende Löwenzahn
Am Abend stellte ich eine Blume auf den Tisch. Valentin meinte, die sei jetzt aber nicht mehr aktuell. Die Verblüten sind jetzt Saison. Und erst im Herbst wieder die anderen. Wobei er mir auf einer Löwenzahnflöte zu trötete.Damit hatte ich nicht gerechnet. Die sind doch immer da die Löwenzähne! Ich musste also beginnen, mich mit der Vergänglichkeit der Blume auseinander zu setzen.
Funktioniert den der Gummibaumtausch noch mit einer Blume, die nach einer Woche schlapp macht? Geklappt hatte es bisher ja noch gar nicht mit dem Eintopfen der Pflanze. Nach einer Stunde war jede vertrocknet. Ich wich auch schon auf Blüten in Gläsern aus, was erstaunlich gut funktionierte. Sie öffneten und schlossen sich fleissig und nach zwei bis drei Tagen verwelkten sie.
Das gab der Idee, einfach nur Blüten unter die Menschen zu bringen, neuen Aufwind.
Wiederholtes Interview
Nach der harten Kritik an den Interviews, die vor allem Selbstlob seien und keine kritische Hinterfragung, was gar nichts bringe, wurde mir bewusst, was eigentlich das Interessante am Interview sein könnte: Das Projekt von allen Seiten beleuchten, von aussen betrachten und es zu hinterfragen. Ich sass also wieder an den Schreibtisch um mit einem neuen Interview auf neue Erkenntnisse zu kommen:
Interview über das Löwenzahnprojekt
- Sie waren bei einer der Löwenzahnverteilaktionen dabei. Wie war das für sie?
Wir waren sichtlich nervös zu beginn. Wie es halt so ist, wenn man etwas neues ausprobiert. Eine gute Einführung ins Thema aber brachte uns in eine gute Stimmung. Dann während dem verteilen war es spannend die Reaktionen der Menschen zu beobachten. Einige waren abgeneigt, andere freuten sich.
- Wie wurdet ihr denn verstanden? Ich stell mir es recht komisch vor, wenn ich einfach so eine hundsgewöhnliche Wiesenblume in die Hand gedrückt bekäme.
Es reagierten wirklich viele Überrascht. Einige nahmen die Blume einfach so an wie es war, andere fragten nach, was denn das sollte. Da war es gut, dass wir vorhin geübt hatten was wir sagen könnten. Viele waren dann zufrieden.
- Könntest du das länger Zeit machen: Blumenmädchen spielen, Blumen verteilen und dazu eine Botschaft weiter geben. Irgendwie kommt mir das ein wenig sektiererisch vor?
Mit reichte es. Das kann ich doch erst
sagen, wenn ich es wirklich ausprobiert habe. Ich stand auf und beschloss es nun einfach
auszuprobieren: Die gelben Blumen unter die Chinesischen Touristen zu
bringen.
Eine Aktion und viele Erkenntnisse
Ich stolperte also einfach drauf los,
pflückte mir einige Blumen hinter der Stadtmauer und ging auf den
Schwanenplatz, eben diese verteilen.
Eindrücke:
- mein schlechtes Englisch macht Angst.
- Es gab Situationen, in denen die Leute meine Blumen einfach so nahmen, andere, wo sie mich vehement abwehrten und andere, wo ich es mit ein wenig reden schaffte, die Blume los zu werden.
- Verteilt man an Indische Frauen, läuft man in Gefahr von ihren Ehemänner verprügelt zu werden.
- Schweizer haben grundsätzlich Freude, an diesem Überraschungsgeschenk.
- Engländer kennen die Blume und fragen sich, was die in der Stadt macht.
Mir kamen viele Ideen, für vertiefte und weiter Umsetzungen. Ich schnitt zuerst aber einmal den Film zusammen.
Offene Fragen:
- Wie bringe ich das Projekt auf eine weitere Ebene durch eine Zusammenarbeit?
Wie weiter?
- Mit Lucas in Kontakt treten, über gemeinsames vorgehen diskutieren.
- Wie entwickelt sich eine extrem fruchtbare Dynamik in einer Gruppenarbeit?
- Was mache ich im dem Thema Opensource?
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